Kreatives Schreiben: Ein Frosch zum Frühstück

Heute einen Frosch im Briefkasten gehabt. Keine Ahnung, wie der in den Briefkasten kam. Weit und breit kein Teich, und eingepackt war er auch nicht, geschweige denn frankiert. Es muss sich um einen Scherz handeln. Jemand hat sich einen Scherz erlaubt. Sicher der Witzbold gegenüber, der im Herbst auch immer das Laub über den Zaun wirft, weil der Baum auf meinem Grundstück steht und somit ich das Laub zu entsorgen habe. Der Zusammenhang ist eigentlich klar, die Anspielung verstehe sogar ich. Laub und Frosch. Haha, Herr Nachbar, selten so gelacht. Habe den Frosch schließlich gefrühstückt, was blieb mir anderes übrig, es war neun Uhr morgens.

Kreatives und therapeutisches Schreiben: finden nicht suchen

„An einem der Tage, die kommen,
wird etwas geschehen, das du nicht kennst,
noch nicht, und auch nicht verstehst, etwas,
von dem du nur träumst, was du erwartest,
so wie ein Wunder. Es wird etwas sein,
auf das du nicht wartest, nein, das du suchst,
und weißt auch nicht zu sagen, wonach, und
du suchst es auch nicht, sondern findest,
und nicht einmal das, es findet ja dich,
dieses Lächeln, von dem du gefunden wirst,
an einem der Tage, die kommen.“

(Lothar Zenetti)

Schreiben Sie einen Text darüber, wann Sie das letzte Mal das Gefühl hatten, dass „etwas“ Sie gefunden hat.

Therapeutisches Schreiben: Mein Stern

Der Nachtschmetterling und der Stern

Von James Thurber

Ein junger, empfindsamer Nachtschmetterling hatte einst sein Herz einem gewissen Stern zugewandt. Er erzählte seiner Mutter davon, und die riet ihm, statt dessen sein Herz lieber einer Bogenlampe zuzuwenden. „Sterne sind nicht das Rechte, daß man um sie herumhängt“, sagte sie, „Lampen sind das Rechte.“

„Bei Lampen kommt man zu etwas“, sagte sein Vater, „wenn man Sternen nachjagt, kommt man zu gar nichts.“ Aber der Sohn hörte nicht auf die Worte beider Eltern. Jeden Abend in der Dämmerung schickte er sich an, zu dem Stern hinzufliegen, und jeden Morgen bei Tagesanbruch kroch er wieder heim, erschöpft von seinem vergeblichen Bemühen. Eines Tages sagte sein Vater zu ihm: „Du hast dir seit Monaten nicht einen Flügel verbrannt, mein Junge, und es sieht mir ganz danach aus, als ob du es niemals tun würdest. Alfe deine Brüder haben sich schwer verbrannt, beim Rundflug um Straßenlampen, und alle deine Schwestern haben sich arg versengt beim Rundflug um Hauslampen. Also vorwärts jetzt, hinaus mit dir, und laß dich brennen! Ein großer stämmiger Nachtschmetterling-Bengel wie du und noch ohne eine Narbe am Leib.“

Der Nachtschmetterling verließ das Haus, aber er flog nicht um Straßenlampen, und er flog nicht um Hauslampen. Er versuchte sogleich wieder, den Stern zu erreichen, der vier und ein drittel Lichtjahre oder fünfundzwanzig Trillionen Meilen weit entfernt war. Der Nachtschmetterling dachte, der Stern habe sich nur in den Wipfelzweigen einer Ulme verfangen. Er erreichte ihn nie, aber er versuchte es immer wieder, Nacht für Nacht, und als er ein steinalter Nachtschmetterling War, begann er sich einzubilden, er habe den Stern erreicht, und er erzählte es aller Welt. Das erfüllte ihn mit einem tiefen, bleibenden Glück, und er brachte es zu einem hohen Alter. Seine Eltern und seine Brüder und Schwestern waren alle noch in jungen Jahren zu Tode verbrannt.

Schreibimpuls: Wo fliegen Sie jede Nacht hin?

Bestelltes Leben

Heute ein Schild gesehen: „Dies ist nicht das Leben, das ich bestellt hatte.“ Sofort die Frage: „Welches Leben habe ich eigentlich bestellt?“

Wissen Sie, welches Leben Sie bestellt haben?

Therapeutisches Schreiben: Schreiben Sie darüber …

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Die Angst überwinden

Es gibt ein Sprichwort, das besagt, man soll immer dahin gehen, wo die Angst ist.

Wann sind Sie das letzte Mal in Richtung Angst gegangen?

Schreiben Sie über Ihr letztes Erlebnis, bei dem Sie sich ganz bewusst Ihrer Angst gestellt haben und etwas getan haben, obwohl Sie Angst davor hatten.

Achten Sie beim Schreiben insbesondere auf Ihre Gefühle und Körperempfindungen, sowohl beim Schreiben als auch in der beschriebenen Situation.

Wochenende

Das Wochenende steht fast schon vor der Tür. Einen Tag haben Sie noch Zeit zum Nachdenken und Schreiben.

Sie brauchen zwei Notizzettel, einen Stift und viel Liebe.

Schreiben Sie auf jeden Zettel einen Satz, warum Sie Ihren Partner lieben.

Die Zettel verstecken Sie so in der Wohnung oder im Haus, dass Ihr Partner sie am Wochenende findet.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Der Mut, sich selbst treu zu bleiben

Bronnie Ware nennt in ihrem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“, dass die meisten Sterbenden als Versäumnis Nr. 1 angeben , nicht den Mut gehabt zu haben, so gelebt zu haben, dass sie sich selbst treu geblieben wären.

Was bedeutet es für Sie, sich selbst treu zu bleiben?