Magnolien im Aufbruch

Vielleicht reizen die bereits knospenden Magnolien Sie zu einem kleinen Text oder ein paar Versen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sie ihre Blüten rauschhaft innerhalb weniger Tage entfalten und drei Tage später wieder abwerfen.

Dankbarkeit

Dankbarkeit fördert die Gesundheit – die Studienlage  ist eindeutig –
man kann immer wieder beobachten, wie Menschen sich dankbar zeigen:

Für was sind Sie dankbar?

Nonsense-Lyrik

Wissen Sie eigentlich, wie entspannend es sein kann, Nonsense-Lyrik zu schreiben?
Ich habe es selbst ausprobiert.
Vielleicht haben Sie ebenfalls Lust dazu!

 

Wer führt im Winter schon
Ein Eichhörnchen spazieren
Es kann Zufall sein
Dass du mich anlächelst
Aber ich glaube nicht ans Glück

Obwohl kein Strafzettel
An meinem Wagen hängt
Und die Feuerwehr nicht
Aus der Einfahrt musste

Nach drei Jahren Ehe
Hatten wir zwei Kinder
Ich dachte, ich könnte fliegen
Du sagtest: Zuerst isst du dein Ei

Krieg in mir

Liebe Lesende und Schreibende,

heute möchte ich Sie gerne mit dem Gedicht einer jungen Autorin vertraut machen, das mich tief berührt und beeindruckt hat und für das mir die Autorin freundlicherweise die Genehmigung zur Publikation gegeben hat. Vielleicht sind Sie ebenso angerührt von den Worten der jungen Lyrikerin und lassen sich davon sogar zu einem eigenen Gedicht inspirieren.

Krieg in mir

Bei Krieg
denken alle immer gleich
an ein Schlachtfeld,
verwüstete Städte,
Leichenberge,
Rauch.
Doch ich denke
an den Krieg
in mir.
Den Krieg
von Gedanken und Gefühlen,
die ich nicht erklären kann.
Sie bekriegen sich,
egal, welche Opfer es kostet.
Ich kann nichts dagegen tun,
außer dasitzen
und weinen,
zittern und schreien.
Meine Träume
sind die Opfer dieses Krieges.
Sie fallen zu Boden
wie erschossene Soldaten.
Es sind tausende Stimmen in mir
laut wie Bomben.
Im Hintergrund verzweifelte Schreie
und verbittertes Weinen.
Alles vermischt sich
mit meinem eigenen Empfinden.
Alles vermischt sich
zu einer lauten dröhnenden Masse.
Meine Ohren pochen,
die Bomben explodieren.
Egal, wie fest
ich mir die Ohren zuhalte,
die Stimmen werden nicht leiser.
Der Krieg geht immer weiter.
Irgendwann ist der Krieg
hoffentlich vorbei.
Egal, wie hoch der Preis dafür ist.
Hauptsache, es ist vorbei.
Das Weinen, vorbei.
Das Schreien, vorbei.
Die Schmerzen, vorbei.

 

Maya Heilemann, 9. Jahrgangsstufe IGS Bothfeld

Der Text entstand für die Veranstaltung
PeaceSlam in der St. Nicolai-Kirche in Bothfeld.

Ihr früheres Kind

Irvin D. Yalom schreibt in seinen Memoiren „Wie man wird, was man ist“ über sich selbst als Kind (S. 42): „In der Rückschau spüre ich zärtliche Zuneigung zu diesem einsamen, verängstigten und zielstrebigen kleinen Jungen und staune, dass er ohne Ermutigung, Vorbilder oder Anleitung irgendwie seinen Weg gemacht hat.“

Wie geht es Ihnen, wenn Sie an sich als Kind denken?
Wenn Sie mögen, schreiben Sie darüber.