Gewalt und Literatur

Michael Lentz: „Wer einen Roman schreibt, leitet Gewalt in die Bewegung der Schrift um.“ (Atmen, Ordnung, Abgrund, 2013; S. 18)

Vielleicht ist das auch eine Erklärung dafür, warum das Krimigenre in den letzten Jahren einen erneuten Aufschwung erlebt hat.

Stillstand und Bewegung

„Es herrscht Bewegung im Stillstand. Literatur.“ (Michael Lentz 2013, Atmen, Ordnung, Abgrund)

Wie erleben Sie das Verhältnis von Stillstand und Bewegung in der Literatur?

Sprache ist Mangel

„Sprache ist Mangel, Sprache ist Verlegenheit – in Anbetracht der Unmöglichkeit, mit Sprache über Sprache hinaus zu gelangen und dem Leben mehr abzugewinnen als Schein, Wahrheit womöglich.“ (Michael Lentz, Atmen, Ordnung, Abgrund, 2013; S. 15)

Was ist Sprache für Sie?

Ein Leben ohne Leben?

Christine Macel (Biennale-Chefin) sagt in einem Interview im Zeit Magazin N° 20 (11.05.2017) „Seine Bedürfnisse bejahen, bedeutet, sich weigern, ein Leben ohne Leben zu führen“ und weiter: „Es ist ganz wichtig, der Person, die man ist, zu folgen.“

Welcher Person folgen Sie? Sich selbst? Und führen Sie ein Leben mit Leben? Oder fühlen auch Sie sich zuweilen in einem Leben ohne Leben gefangen? Wenn dem so wäre, was könnten Sie ändern?