Innehalten – Spüren – Schreiben

„Schreiben ‒ und demnach auch Lesen ‒ setzt dies Innehalten voraus, das Sich-Befreien vom ‚Funktionieren‘. Nur im Innehalten, nur wenn die programmierte und programmierende Zeit stillsteht, kann der Mensch zu sich selber kommen …“ (Hilde Domin)

Intuitiv wissen wir oft, was uns entspannt und aufrichtet. Doch in Zeiten, in denen Anspannung und Druck die Überhand gewinnen, kann dieses Wissen verschüttet sein. Zudem meinen wir, dass uns dieses Wissen nicht viel nütze, weil wir keine Zeit hätten, es umzusetzen, zumal wir oft davon ausgehen, Entspannung benötige Zeit. Um uns zu entspannen, so denken wir, benötigten wir Ruhe und die hätten wir eben nicht: ein Circulus vitiosus.

Schreibimpuls 1: Notieren Sie spontan und ohne über eine mögliche Umsetzung nachzudenken, zehn Dinge, die Ihnen einmal gut getan und sie entspannt haben. Schreiben Sie möglichst ohne nachzudenken.

Schreibimpuls 2: Wählen Sie aus der entstandenen Liste die Möglichkeit der Entspannung, die Sie aktuell am meisten anspricht, und stellen Sie sich vor, Sie würden diese geschenkt bekommen. Beschreiben Sie, wie Sie das Geschenk erleben und was Sie damit machen.

Quelle: Heimes, Silke (2015) „Schreib dich gesund. Übungen für verschiedene Krankheitsbilder“. Göttingen. Vandenhoeck & Ruprecht.

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