wie weit wollen wir gehen?

Spiegel online; Samstag, 04.10.2014 – 00:43 Uhr

Schweden: Frau bringt Baby nach Gebärmutter-Transplantation zur Welt

Aus Schweden wird ein Erfolg in der Transplantationsmedizin gemeldet: Dort wurde einer Frau eine Spender-Gebärmutter eingesetzt, schon bald darauf wurde sie schwanger. Jetzt kam ihr Sohn zur Welt.

Eine Schwedin hat nach einer Gebärmutter- Transplantation einen Sohn zur Welt gebracht. Nach Angaben der Ärzte ist es das erste Mal, dass dies gelingt. Die Mutter ist 36 Jahre alt. Sie soll das Organ erst im vergangenen Jahr erhalten haben.

Das Baby kam zu früh, dafür aber gesund zur Welt. Beide sind mittlerweile zu Hause. „Es war eine ziemlich harte Reise“, sagt der Vater gegenüber der Nachrichtenagentur AP. „Jetzt haben wir ein ganz wunderbares Baby. Er ist sehr, sehr niedlich. Und er schreit nicht einmal, er mault nur.“ Anders als andere Kinder sei das Baby nicht, aber: „Er wird eine gute Story zu erzählen haben.“Die Eltern wollen anonym bleiben, beide sollen Leistungssportler sein. Die Mutter war ohne Uterus zur Welt gekommen, die Eierstöcke waren gesund. Das Transplantat bekam sie laut eines Berichts im britischen „Telegraph“ von ihrer Mutter.

heiligt der Zweck alle Mittel? wie weit wollen wir gehen?

der Einzelfall mag immer als Einzelfall begründbar sein …

und wenn es ums Überleben geht, müssen wir eine andere Diskussion führen

doch eine Uterustransplantation, um schwanger zu werden?

eine Embryonenspende, um schwanger zu werden?

ich habe keine Antworten darauf, finde die fehlende Reflexion und Diskussion allerdings erschreckend

müssen wir alles machen, was möglich ist?

4 thoughts on “wie weit wollen wir gehen?

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